28. März in Dieburg
Für die meisten fängt irgendwann am Freitagnachmittag das Wochenende an. Nicht bei unserer Gruppe „De Bandlschwinger“. Hier wird abends noch fleißig trainiert und zwar P-Gruppe.
Aber was ist das überhaupt? Es ist ein Wettkampf in der die Pflichtübung P7 aus der Rhythmischen Gymnastik etwas umgebaut werden darf, sodass statt einer einzelnen Sportlerin 3-5 gemeinsam diese darbieten. Dabei kommt es insbesondere darauf an, auch wirklich alles gleichzeitig zu zeigen.
Als „De Bandlschwinger“ für den Deutschland-Cup nominiert wurden, dachten sich Tanja, Charlotte, Doris und Ina „Wir machen einfach mal mit!“ und das stellte sich als eine gute Idee heraus.
Eine Besonderheit trifft noch auf die Gruppe von unserem TSV zu: wir starten in der Wettkampfklasse 25+, wobei drei von uns der Kategorie 50+ angehören. Wie besonders das ist, war schon bei der Startpasskontrolle vor Wettkampfbeginn zu bemerken, als es ein Sonderlob gab, dass wir antreten und mitmachen.

Am Samstag, den 28. März, war es also soweit und der erste Deutschland-Cup Synchron P-Gruppe fand in Dieburg statt. Dabei muss den vielen Kampfrichterinnen zweimal die Übung präsentiert werden. Jeder Schritt zu viel, jeder Knoten im Band, jeder missglückte Fang bei Würfen führen zu Abzügen. Trainerin Mirjam unterstützte tatkräftig beim Analysieren zwischen den beiden Übungen, damit wir nochmal alles aus uns herausholen konnten. Sie bilanzierte danach: „Wir haben hier heute alles gegeben und können stolz auf unsere Leistung sein!“ Mit ihrer Meinung war sie nicht allein, denn nach Wettkampfende kam direkt die Einladung von der Oberkampfrichterin für das nächste Jahr.
„Wir haben hier heute alles gegeben und können stolz auf unsere Leistung sein!“
Aber da war ja auch noch die Siegerehrung dazwischen und die bange Frage aller Mannschaften der Kategorie 25+ wie man am besten auf die sehr hohen Podeste hinaufkommt. „Man kann fast von Glück sprechen, dass wir nur auf den niedrigsten Podestplatz mussten“, bemerkte Ina frohgemut über den 3. Platz. Auch Doris war mit ihrem ersten Wettkampf seit über 30 Jahren sehr zufrieden und zwischen Tanja und Charlotte entspannte sich auf der Heimfahrt noch eine längere Diskussion, ob man im nächsten Jahr am besten mit dem Gerät Reifen oder Ball starten sollte.
Der nächste Wettkampf kann also kommen. Bis dahin wird wieder fleißig trainiert, getreu dem Motto: „Es ist nie zu spät!“
Ina Leßke


